Wustrower Hafen, shutterstock, Deutschland Abgelichtet
Häfen haben ihr ganz eigenes Lebensgefühl. Sie erzählen von Aufbruch und Ankommen, von Wind und Wasser, von Menschen, die hinausfahren und irgendwann wieder zurückkehren. Gleichzeitig sind sie Orte, an denen man wunderbar einfach sitzen und schauen kann.
Auf dem Darß sind es vor allem die kleinen Häfen, die diesen besonderen Charakter ausmachen. Zwischen Bodden, Schilf und alten Booten fühlt sich die Zeit ein wenig langsamer an. Man kommt vorbei, bleibt kurz stehen und entdeckt vielleicht erst auf den zweiten Blick, was diesen Ort so besonders macht.
Die Häfen von Wieck, Born, Prerow, Althagen und Wustrow zeigen dabei ganz unterschiedliche Facetten der Region. Manche sind Ausgangspunkt für eine Schifffahrt, andere laden zum Verweilen ein und alle lassen sich wunderbar mit einer Fahrradtour durch die Landschaft verbinden.
Also: Fahrrad schnappen und losfahren. Wir zeigen euch unsere liebsten Häfen auf dem Darß.
Boddenradweg von Wieck nach Born, shutterstock, Frank Wasserfuehrer
Unser Tag beginnt in Wieck am Darß, dort wo die Zeesboote zu Hause sind.
Der Wiecker Hafen am Bodden fügt sich mit Schilf, Wasser, ein paar Segelbooten und den typischen Zeesbooten sowie reetgedeckten Häusern im Hintergrund ganz selbstverständlich in die Landschaft ein, hier wirkt nichts inszeniert.
Der kleine Hafen ist längst mehr als ein Platz für Boote. Er ist ein kleiner Begegnungs- und Familienort am Bodden. Direkt neben dem Hafen gibt es eine flache Badestelle mit Badeplattform und Wasserrutsche, einen Spielplatz und Möglichkeiten zum Volleyballspielen. Auch Liegestühle laden dazu ein, einfach ein bisschen am Wasser zu bleiben.
Während die Kinder am Wasser spielen, die nächste Runde Volleyball startet oder jemand mit einem Buch im Liegestuhl liegt, ziehen die traditionellen Zeesboote langsam über den Bodden. Die historischen Segelboote gehören einfach zum Bild des Darß und sind heute ein schönes Stück lebendige maritime Geschichte.
Wir mögen Wieck deshalb besonders am Vormittag.
Nicht, weil man hier möglichst viel unternehmen müsste, sondern weil der Hafen ein Ort ist, an dem sich ganz unterschiedliche Urlaubsmomente treffen: ein Bad im Bodden, ein paar Seiten im Buch, ein Gespräch auf der Bank oder einfach der Blick über das Wasser.
Unser Tipp: Fahrrad abstellen, einmal über den Hafen schlendern und dann ruhig ein bisschen bleiben. Vielleicht im Liegestuhl, vielleicht mit den Füßen im Wasser oder einfach nur mit Blick auf den Bodden.
Denn genau das ist das Schöne am Wiecker Hafen. Hier fühlt sich ein Urlaubstag schnell ganz entspannt an.
Borner Hafen, shutterstock, Ina Meer Sommer
Von Wieck geht es auf dem Boddenfahrradweg weiter Richtung Born.
Der Hafen von Born liegt am Koppelstrom zwischen Bodstedter und Saaler Bodden. Hier ist etwas mehr Bewegung, denn Boote kommen und fahren, Ausflugsschiffe legen ab und wer möchte, kann direkt von hieraus eine Schifffahrt unternehmen. Die verschiedenen Touren führen unter anderem nach Bodstedt, Prerow, Wustrow, Ahrenshoop und Ribnitz-Damgarten. Besonders schön für alle, die den Darß und die Boddenlandschaft mit dem Fahrrad erkunden wollen, ist die Möglichkeit, das Fahrrad für einen Teil der Strecke mit aufs Schiff zu nehmen und die Landschaft so einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben.
Und natürlich gehört zu einem Tag am Hafen auch eine kleine Pause. Wer Lust auf etwas typisch Norddeutsches hat, holt sich ein Fischbrötchen vom Hafenimbiss und setzt sich damit ans Wasser. Oder man macht es sich im nahe gelegenen Walfischhaus gemütlich und genießt den Blick über den Bodden und die Boote.
Wir finden Born besonders schön, wenn etwas mehr Zeit mitgebracht wird. Denn rund um den Hafen lässt sich das maritime Leben wunderbar mit einem Spaziergang durch den Ort verbinden. Kleine Gassen, reetgedeckte Kapitänshäuser und die historische Schifferkirche erzählen von der langen Seefahrertradition des Ortes. So wird aus dem Hafenstopp schnell ein kleiner Ausflug durch das ursprüngliche Born.
Schaufelraddampfer auf dem Prerow Strom, sthutterstock, Margitta Hamel
Weiter geht es durch den Darßwald zum Hafen nach Prerow.
Der Hafen liegt am Prerower Strom auf der Boddenseite und ist ein schöner Ausgangspunkt, um den Darß einmal von der Wasserseite aus zu entdecken. Von hier starten verschiedene Schifffahrten über die Boddenlandschaft. Besonders beliebt sind die Boddenrundfahrten mit dem Mississippi-Dampfer, bei denen man entspannt übers Wasser schippert und die weite Landschaft rund um den Prerower Strom erlebt. Auch die Kranichfahrten im Herbst, wenn die Vögel auf ihrem Zug in die Überwinterungsgebiete unterwegs sind, gehören zu den besonderen Erlebnissen.
Gerade für einen Urlaub im Herbst an der Ostsee ist eine solche Fahrt ein schönes Erlebnis. Wenn die Tage kürzer werden, das Licht weicher wird und die Landschaft langsam ihre Farben verändert, zeigt sich der Bodden noch einmal von einer ganz besonderen Seite.
Doch was den Hafen von Prerow besonders macht, ist seine Lage zwischen Bodden und Ostsee. Nur wenige Meter liegen zwischen dem ruhigen Prerower Strom und dem offenen Meer. Genau dieser Kontrast macht den Hafen zu einem schönen Ausgangspunkt, um den Darß aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben.
Unser Tipp: Hafen anschauen, eine Schifffahrt über den Bodden unternehmen, anschließend das Fahrrad schnappen, durch den Darßwald zum Weststrand fahren oder zu Fuß zum nächsten Strandaufgang laufen und den Tag ausklingen lassen.
Althägener Hafen, shutterstock, alodorado
Start in Althagen mit Zeesbooten, Boddenblick und Fischbrötchen.
Wenn man in Ahrenshoop unterwegs ist, ist ein Abstecher nach Althagen unbedingt zu empfehlen. Nur wenige Meter vom Ortskern entfernt liegt der Hafen Althagen, ein ruhiger, maritimer Ort mit ganz eigenem Charakter.
Hier treffen Fischer-Tradition und entspanntes Hafenleben aufeinander. Besonders schön lässt sich das bei einem kleinen Spaziergang entlang des Kais entdecken.
Unser Tipp: Der Besuch des Althagener Hafens lässt sich wunderbar mit einem Bummel durch Ahrenshoop verbinden. Erst durch den Ort schlendern, vielleicht eine der vielen schönen Galerien besuchen, anschließend mit dem Fahrrad hinunter zum Hafen radeln und dort den Blick übers Wasser schweifen lassen.
Dorfstrasse in Wustrow, shutterstock, Deutschland Abgelichtet
Weiter nach Wustrow: Zwischen Ostseewellen und Boddenruhe
Am Hochufer von Ahrenshoop entlang erreicht man nach einer Stunde entspannter Wanderung Wustrow.
Nirgendwo sonst liegen Ostsee und Bodden so nah beieinander. Ein kurzer Spaziergang genügt, um von den Wellen der Ostsee hinüber zum ruhigen, schilfgesäumten Hafen zu gelangen. Der Hafen in Wustrow ist ein Ort der Gegensätze. Genau diese besondere Lage macht Wustrow zu einem unserer Lieblingsorte.
Und rund um den Hafen gibt es einiges zu entdecken:
Unser Tipp: Den Hafen als Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch Wustrow bis zur Seebrücke nehmen. So lässt sich der besondere Kontrast zwischen Bodden und Meer ganz entspannt erleben.
Was wir an diesen Touren besonders mögen? Jeder Hafen erzählt eine etwas andere Geschichte und trotzdem gehören alle zusammen.
Wer einen Ostseeurlaub plant, muss deshalb nicht nur von Strand zu Strand denken. Gerade die kleinen Zwischenstopps machen eine Reise besonders. Ein Hafen, ein Fischbrötchen, eine Schifffahrt oder einfach ein paar Minuten auf einer Bank am Wasser können manchmal genauso in Erinnerung bleiben wie der große Ausflug.
Ferienhaus "Landhaus Born", DOMUSimages
Wer den Darß auf diese Weise entdecken möchte, findet auf unserem Portal WeststrandBooking besondere Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Wieck, Born, Prerow, Wustrow, Ahrenshoop und Zingst. Damit lässt sich der Urlaub ganz nach den eigenen Vorstellungen gestalten, morgens direkt aufs Fahrrad steigen, tagsüber die Häfen entdecken und abends in einem schönen Zuhause auf Zeit zur Ruhe kommen.
Gerade für einen Urlaub an der Ostsee in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus bietet der Darß viel Freiheit. Kein fester Tagesplan, keine festen Essenszeiten und genügend Raum, um nach einem langen Tag draußen einfach anzukommen.
Vielleicht beginnt der nächste Ostseeurlaub also nicht mit der Frage, welcher Strand der schönste ist.
Sondern mit der Frage: Welcher Hafen wird euer Lieblingshafen?
Herzlichst
Kerstin Reetz-Schulz

Hallo, ich bin Kerstin Reetz-Schulz.
Ich bin Bookingmanagerin und Autorin des WESTSTRANDBOOKING-Blogs.
Fischland-Darß-Zingst ist für mich viel mehr als ein Arbeitsort – es ist ein Herzensort.
Seit über zehn Jahren betreue ich hier mit unserer familiengeführten Agentur WESTSTRANDBOOKING schöne Ferienunterkünfte.
In dieser Zeit habe ich nicht nur viele Gäste begleitet, sondern auch selbst jede Menge besonderer Orte entdeckt. Ob ruhige Strände, familienfreundliche Unterkünfte oder Geheimtipps rund um den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft – die Schönheit und Vielfalt dieser Region fasziniert mich immer wieder aufs Neue.
Als Familie lieben wir den Darß – die weiten Strände, das Licht, die Natur zwischen Ostsee und Bodden. In meinen Blogbeiträgen möchte ich diese Begeisterung teilen und Inspirationen geben – egal, ob Sie als Familie, mit Freunden, zu zweit oder allein unterwegs sind. Es gibt so viel zu erkunden: auf dem Darß, auf Fischland oder dem Zingst – aber auch auf der Boddenseite von Barth bis Ribnitz-Damgarten oder im stillen, ursprünglichen Recknitztal. Vieles davon haben wir selbst ausprobiert, manches steht noch auf unserer Erkundungsliste. Ich freue mich, wenn meine Tipps Ihre Vorfreude wecken – und vielleicht die eine oder andere neue Idee für Ihren Urlaub dabei ist.