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Kunst Zwischen Ostsee Und Bodden – Der Darß Ist Ein Künstlerparadies

Kunst zwischen Ostsee und Bodden – der Darß ist ein Künstlerparadies

Feine Sandstrände, schroffe Steilküsten, windflüchtende Bäume – die Landschaft zwischen Ostsee und Bodden inspiriert Künstler schon seit vielen hundert Jahren. Besonders der Darß zieht Maler, Bildhauer, Schriftsteller und Kunsthandwerker magisch an. Im einst verschlafenen Ahrenshoop entstand so zum Ende des 19. Jahrhunderts eine Künstlerkolonie mit Malschule. Es waren die mecklenburgischen Maler Anna Gerresheim und Carl Malchin, die um 1880 das pommersche Fischerdorf Ahrenshoop entdeckten. Um 1882 siedelten sich in dem damals sehr abgeschiedenen Ort die mit Anna Gerresheim und Paul Müller-Kaempff ersten Künstler an.

Am Anfang waren die Künstler

Als Gründer der Künstlerkolonie in Ahrenshoop gilt der Maler und Zeichner Paul Müller-Kaempff, der nicht nur den Pinsel schwingen konnte, sondern auch in Geschäftsdingen sehr rührig war. Künstler wie Hugo Richter-Lefensdorf, Friedrich Grebe, Oskar Frenzel, Theobald Schorn und Friedrich Wachenhusen waren Maler der ersten Stunde der Künstlerkolonie. Bereits 1895 eröffneten Müller-Kaempff und Wachenhusen die Malschule St. Lukas. Nach den Pläenen von Shorn und Müller-Kaempff wurden 1909 der Kunstkaten Ahrenshoop als Galerie errichtet.

Nur ein paar Schritte vom Strand entfernt

Hier entstand der Kunstkaten – die erste Kunstgalerie in Ahrenshoop. Noch heute werden hier wechselnde Ausstellungen präsentiert. Landschaftsmaler von einst und heute stellen ihre Werke aus.
Den Malern folgten viele Wissenschaftler und Künstler. Selbst zu DDR-Zeiten war die Kunstgalerie ein Zentrum der Kunst. Eng verbunden mit der Kolonie sind Namen wie Bertold Brecht, Anna Seghers, Heins Rühmann, Stefan Zweig und Johannes R. Becher.

Über die Zeit haben viele Künstler in der Künstlerkolonie gelebt oder Ferien gemacht. So besuchte der Brücke-Maler Erich Henkel den Darß. Auch Marianne von Werefkin verbrachte ihre Ferien hier und lies dabei das Gemälde „Die Steilküste von Ahrenshoop“ entstehen.

Ahrenshoop ist heute nicht nur ein Seebad, sondern auch ein Künstlerort, in dem Kunst gelebt wird. Gäste können heute Malkurse belegen und die Künstler in ihren Ateliers besuchen. Jedes Jahr gibt es Auktionen des Kunstkaten. Hier können Sie zeitgenössische Kunst ersteigern.

Künstler lassen sich immer wieder vom Darß inspirieren

Besonders der Weststrand und die Steilküsten haben es den Künstlern angetan und inspirieren zu Kunstwerken. Aber auch die wunderschönen Zeesboote, die Fischerhütten und Fischer sind Motive, die auf Bildern festgehalten werden. Dabei entstanden Gemälde wie das „Hohe Ufer“ von Hugo Jäckel, das er zwischen 1910 und 1915 malte. Das Bild war eines der zehn Bilder, die 2017 auf dem Kunstpfad ausgestellt wurden. Jäckel gehörte zur Gründergeneration der Künstlerkolonie. Von ihm gibt es auch Bilder von Boddenlandschaften, Bauernhäuser und Ahrenshooper Dorfansichten.

Nicht nur Ahrenshoop ist Künstlerort

Inzwischen ist die Künstlerwelle auch auf die Nachbar-Gemeinden übergeschwappt. Fast überall auf dem Darß gibt es Galerien und haben Künstler einen Sommerwohnsitz oder einen dauerhaften Wohnsitz gefunden.

Für Schöngeister ist der Darß inzwischen zum Mekka geworden. Die Szenerie in und um Ahrenshoop ist faszinierend und lockt jedes Jahr Künstler und Kunstliebhaber an. Dabei kann jeder künstlerisch aktiv werden und sich so manchen Tipp von den Künstlern holen.

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